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Vorentwurf Sanierung Büro zu Wohnen, Köln
Gebäudebeschreibung

Errichtet in den 1960er Jahren für ein Textilunternehmen, wurde das Gebäude von der Kriminalpolizei und dem SEK als Nebenstelle zum benachbarten Polizeipräsidium genutzt.
Nach dessen Umzug nach Deutz stand das Gebäude lange Zeit leer bzw. wurde in Teilflächen zwischengenutzt.

Nach dem Freiwerden sind eine Neubewertung des Gebäudes und eine Anpassung an den Kölner Immobilienmarkt möglich.


Entwurfsaufgabe

Durch die zentrale Lage des Grundstücks im Kölner Stadtzentrum ist eine hochwertige Wohnnutzung zu bevorzugen, die gleichzeitig eine sehr gute Infrastruktur bietet.

Die Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf, Kindergärten und Schulen, aber auch die Kölner Rheinpromenade, die Einkaufsstraßen Hohe Straße und Schildergasse sind fußläufig zu erreichen.

Das bestehende Flachdach bietet die Möglichkeit einer Flächenerweiterung durch eine Aufstockung mit einem Staffelgeschoss und besitzt durch die Gebäudehöhe einen großartigen Domblick.

Ein Abriss und Neubau auf dem Grundstück kann zu erheblichen Schwierigkeiten und Verzögerungen führen. Durch die vermuteten, römischen Bodendenkmäler würden die Behörden Grabungen veranlassen, die zu monatelangen Verzögerungen führen würden.


Fassade

Die bestehende Natursteinfassade besitzt eine bürotypische Bandstruktur.
Aufgrund der aktuellen Anforderung, insbesondere beim Schall- und Wärmeschutz muss die gesamte Fassade erneuert werden.

Neue bodentiefe Fenster können aufgrund der Skelettkonstruktion nach der Notwendigkeit in die Fassade integriert werden und ermöglichen so eine an die neue Wohnnutzung angepasste Fassadenstruktur.
Aufgrund des engen Straßenquerschnitts können hier nur nach Westen orientierte Loggien errichtet werden, die aber gerne genutzte Karnevalslogen bilden.
Die helle Fassadenfarbe verbessert die enge Straßensituation. Zur Akzentuierung werden spielerisch farbige Flächen verteilt, die die neuen Fenster betonen.
Auf der Hofseite können die neuen Balkone vor die Fassade gestellt werden.
Die Aufstockung wird als eigener, auch räumlich zurückgesetzter Bereich gestaltet.


Erschließung

Momentan wird das Gebäude von zwei Treppenhäusern erschlossen. Durch die zukünftige Wohnnutzung muss eine neue Erschließungsstruktur geschaffen werden.

Nach Prüfung und Vergleich der möglichen Systeme wurde der Einbau eines dritten Treppenhauses gewählt, da hier die meisten Nutzflächen entstehen und im Erdgeschoss nur ein Ladenlokal betroffen ist.

Als Alternative wurde eine Erschließung mit vier Treppenhäusern geprüft.
Das zusätzliche Treppenhaus ändert die erzielbare Wohnflächen in den Obergeschossen nicht. Im Erdgeschoss wird jedoch die Nutzfläche einer weiteren Ladeneinheit um ca. 40 qm verringert.
Diese Variante wird auf Blatt 6 dargestellt.

Eine Erschließung über Laubengänge an der Rückseite würde in den Regelgeschossen die Belichtung des jetzt schon sehr tiefen Gebäudes verschlechtern.
Außerdem haben Laubengänge weiterhin ein schlechtes Image, was sich bei der gewünschte Wertigkeit des Umbaus auf die Wirtschaftlichkeit auswirken kann.

Einzig bei einer eventuellen zweigeschossigen Aufstockung mit Dachhäusern wäre ein äußerer „kommunikativer“ Erschließungsgang sinnvoll.
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